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Eluatuntersuchungen

Bestimmung der Emissionen von Bestandteilen in Abfällen, Boden- und Baustoffen

Was ist eine Eluatuntersuchung?
Eine Eluatuntersuchung ist ein Test, bei dem Material mit einer Lauge in Verbindung gebracht wird und einige Bestandteile des Materials extrahiert werden.

Was ist der Zweck einer Eluatuntersuchung?
Die Freisetzung von Materialbestandteilen und damit die potenzielle Verunreinigung der Umgebung mit diesen Bestandteilen über einen längeren Zeitraum (bis zu 100 Jahre) zu bestimmen.

Einen Hinweis auf die Beweglichkeit der Bestandteile und die mögliche Freisetzungsdauer zu erhalten.

Einen Hinweis auf die Neutralisierungsfähigkeit des Materials zu erhalten.

Eluatuntersuchungen können für monolithische und körnige Böden, Abfälle und Baustoffe durchgeführt werden.

Testarten

  • Basisbestimmung: Informationen über das kurz- und langfristige Auslaugverhalten und die charakteristischen Eigenschaften zu erhalten
  • Übereinstimmung: Bestimmen, ob das Material spezifischen Bezugswerten entspricht (Nach-Bestimmung)

Säulenversuch (Bestimmung)
Der Säulenversuch ist ein dynamischer Test zur Bestimmung der Elution (Freisetzung) von L/S (Flüssigkeits-/Feststoffverhältnis) 0,1 bis 10. Die Gesamtemission bei L/S 10 entspricht der maximalen Elutionsmenge über einen Zeitraum von 60 bis 100 Jahren in mg/kg TS.

Diffusions- oder Tankversuch (Bestimmung)
Der Diffusions- oder Tankversuch ist ein statischer Versuch zur Bestimmung der Elution (Freisetzung) und Stabilität monolithischer und formgebener (Bau-) Stoffe. Die Emission entspricht der maximalen Elutionsmenge über einen Zeitraum von 60 bis 100 Jahren in mg/m2.

Übereinstimmungsuntersuchung (CEN) EN12547-1 bis 4
Die Übereinstimmungsuntersuchung liefert Informationen zur Auslaugung von körnigem Material, die zu einer Emission in mg/kg TS bei L/S 10 führt. (Wichtig: Dieser Test wurde entwickelt, um vor allem anorganische Bestandteile zu untersuchen. Er berücksichtigt weder die besonderen Eigenschaften nicht polarer organischer Bestandteile noch die Konsequenzen mikrobiologischer Prozesse in abbaubaren anorganischen Abfällen).

Maximale Verfügbarkeitsuntersuchung (Bestimmung)
Die maximale Verfügbarkeitsuntersuchung liefert einen allgemeinen Eindruck bezüglich der maximal verfügbaren Menge bestimmter Bestandteile bei L/S 100 in mg/kg TS. Diese Untersuchung liefert ein „Worst-Case-Ergebnis", d. h. eine Annahme für den schlimmsten Fall. Außerdem gibt sie die Neutralisationskapazität an.

Gesetzgebung zum Thema Elution
Im EU-Recht wurden im Rahmen der Richtlinien zur Annahme von Abfällen auf Abfalldeponien (2002) die Untersuchungen EN12457 (Übereinstimmungsuntersuchung) und prEN14405 (Säulentest) als Untersuchungsmethoden empfohlen. In nahezu allen Fällen wird EN12457 zur Bestimmung genutzt.

In den Niederlanden werden alle beschriebenen Untersuchungen vor allem für die Bestimmung von Baustoffen und Abfällen genutzt.